Im Schnitt einmal im Jahr treffen sich alle Mitarbeiter von twenty|20 für 3-7 Tage im Culture Camp. Für eine Gruppe von aktuell 12 Family Member ein ziemlicher Luxus, könnte man meinen. Für die Family Member Selbstverständlichkeit und Notwendigkeit: im culture camp findet die intensive persönliche Beziehung statt. Und dies ermöglicht wesentlich das Entstehen von Vertrauen und Wertschätzung aller family member untereinander.

Im Alltag - z.B. als Berater in SAP-Projekten - geht dieses Gemeinschaftsgefühl manchmal verloren, aber in jedem Monatsmeeting ist die erste Mitteilung jedes Einzelnen die Antwort auf die Frage: "Wie geht es mir? Was geht in mir vor?"
Erst danach geht es um Fachlichkeit, Taktik, Strategie ... und die Familie entscheidet gemeinsam. So kann es auch passieren, dass ein Familienmitglied die Idee, Hostinganbieter zu sein, vorstellt und seine Begeisterung auf die anderen übertragen kann. Bei reiner Fachlichkeit wäre diese Idee bei einem reinen Dienstleister sehr schnell vom Tisch gewesen. Bei twenty|20 ist das Vertrauen und das Zutrauen so groß, dass der Versuch von allen unterstützt wird und mittlerweile wirklich zu einem neuen Geschäftszweig mit festen Mitarbeitern geworden ist.

Bei dieser Entscheidung und auch bei der Idee für das culture camp war Franz "nur" family member, hatte also nicht mehr Macht als jedes andere Familienmitglied. Aber als Gründer, Geschäftsführer und Gesellschafter hat er zusätzlich die Aufgabe darauf hinzuweisen, dass für eine Idee, ein Projekt, ein Vorhaben nicht die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stehen. Dies kann manchmal sehr viel Liebe zum Detail erfordern und nicht alle Familienmitglieder wollen von Finanz- und Kostendetails behelligt werden. Aber für alle gibt es eine Finanz-Ampel: und wenn die Ampel auf gelb steht wissen alle, dass es eng ist - ohne unruhig zu werden. Franz oder Heike aus dem BackOffice werden sie informieren.

Und gerne möchte sich die Familie vergrößern - mit weiteren Menschen, die zur Familie passen. Zwei wichtige Passungs-Kriterien: wertschätzender Umgang und der Wunsch nach gemeinsamer Veränderung. Das WE in tWEnty|20 entscheidet (siehe Foto)

Der Besuch bei twenty|20 und der Besuch bei der detecon fand am selben Tag statt und hat mir gezeigt, dass sowohl in Großbetrieben als auch in Kleinstgruppen New Work stattfindet. Und ganz wesentlich: auch wenn die Räume bei twenty|20 nicht so stylisch wie bei detecon sind ... die Herzlichkeit und die Überzeugung, dass New Work ein richtiger Weg ist, war an beiden Orten kräftig zu spüren. Es sind die Menschen, die sich auf die Reise machen, nicht die Orte.

https://twenty20.eu/familie/
https://www.newwork-roadtrip.com/

Zum Foto: es ist doch überraschend, dass 1 WE so unterschiedlich sein kann und trotzdem 1 WE bleibt.
(Copyright: Joan Hinterauer)